Teufelskanzel

Foto: GEOPARK

Der Felsen „Teufelskanzel“ liegt in der Somsdorfer Klamm, einer engen Schlucht mit steil aufragenden Felsen als Seitental des Buchbachs westlich der Roten Weißeritz im Rabenauer Grund. Durch die Klamm verläuft ein schmaler Weg, der stellenweise mit Ketten gesichert ist. Des Weiteren führt der Weg über zwei Stahlbohlen ohne Geländer und eine kleine Brücke. Über einen steilen Aufstieg mit zahlreichen Steinstufen und einer Sicherungskette geht es zur Teufelskanzel. Der Aufstieg ist mit einem Kletterpfad gleichgestellt.

Die Teufelskanzel, wie auch große Teile des Rabenauer Grundes, bestehen aus variszisch zu Ortho-Gneis metamorph überprägten Granodioriten (cadomisch bis spätcadomische Granitoide). Die Edukte werden ins Neoproterozoikum gestellt und rezent als Biotit-Zweifeldspatgneise bezeichnet und sind mittel- bis grobkörnig sowie wechselnd intensiv deformiert.

Die Edukte der Orthogneise weisen ein Zirkonalter von 540 Mio. Jahren auf. Sie stellen die erzgebirgisch metamorphen Äquivalente zu den Lausitzer Granodioriten dar. Ursprünglich entstanden die Granodiorite aus cadomisch aufgeschmolzenen Grauwacken. Die Edukte der Grauwacken waren ursprünglich saure Vulkanite mit Altern um 570 Mio. Jahre. Diese Alter werden in den benachbarten Paragneisen wiedergefunden und sind reliktisch zum Teil auch in den Ortho-Gneisen erhalten geblieben. Das Seitental ausgehend über den Aufstieg von der Roten Weißeritz wird durchflossen vom Buchbach, welcher die tief eingeschnittene Somsdorfer Klamm herausmodellierte.

Morphologisch ist die Teufelskanzel als einzelner unter einer Gruppe von freigestellten Felsen in der Somsdorfer Klamm herauszuheben. Durch eine eng stehende senkrechte Klüftung ist der Gneis physikalisch stark verwittert, so dass es zur Herauspräparation von Einzelfelsen kommt. Zum Teil wird auch eine Art Wollsackverwitterung hervorgerufen.

Literatur

Sebastian, U. (2013): Die Geologie des Erzgebirges. Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 268 S.

Tichomirowa, M. (2003): Die Gneise des Erzgebirges - hochmetamorphe Äquivalente von neoproterozoisch-frühpaläozoischen Grauwacken und Granitoiden der Cadomiden. Habilitationsschrift, TU Bergakademie Freiberg.

Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: RB30 oder S3 von Dresden Hauptbahnhof oder Freiberg Bahnhof bis Bahnhof Freital-Hainsberg West

Anreise mit dem PKW: A17 Ausfahrt 2 Dresden-Gorbitz, S 36 bis Freital, Dresdner Straße, Rabenauer Straße, Hainsberger Straße, An der Kleinbahn

Kommune Freital
Lage In der Somsdorfer Klamm zwischen Rabenauer Grund und Somsdorf, etwa 100 Meter westlich der Roten Weißeritz
Koordinaten 50.969826°N
13.618418°E
Gestein Orthogneis (Metamorphit)
Alter Neoproterozoikum (530-550 Mio. Jahre)

Frisch gedruckt: Die neue GEOPARK-Wanderkarte ist da!
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Konzert zu Mariä Lichtmess
07. Januar 2026

Konzert zu Mariä Lichtmess

Termin Sa, 31.01.2026 16:30-18:00

Der Bergbau- und Hüttenverein Freital wird mit dem bergmännischen Musikverein Jöhstadt-Grumbach in der Döhlener Lutherkirche erstmalig in Freital ein Konzert mit weihnachtlicher und bergmännischer Musik zum Ende der Weihnachtszeit organisieren. Durch die Veranstaltung wird Matthias Koch (Pfarrer i.R.) führen.

Anmeldung ist erforderlich über info@bergbauverein-freital.de oder 01575 / 6818298.

Preis 5 EUR/ p.P. im Vorverkauf, 7 p. P. EUR an der Abendkasse .

Der Herbst ist da: Unsere Geo-Infopunkte verabschieden sich in die Winterpause!
07. Oktober 2025

die Farbenpracht des Herbstes ist in vollem Gange und mit den kühleren Tagen neigt sich auch die diesjährige Hauptsaison unserer Geo-Infopunkte dem Ende zu.

  • Die GEO-Infopunkte in Hetzdorf und Grillenburg haben ihre Tore bereits für die Saison geschlossen und sind schon in der Winterpause.
  • Nutzen Sie noch die allerletzte Chance, unseren GEO-Infopunkt in Naundorf zu besuchen! Dieser öffnet am Samstag, den 11. November, noch ein letztes Mal für Sie, bevor auch er in die Ruhezeit übergeht.

Was passiert im Winter?

Die gute Nachricht: Auch wenn die regulären Öffnungszeiten nun pausieren, sind die GEO-Infopunkte nicht komplett geschlossen! Besuche bei den meisten Infopunkten sind über die Wintermonate oft auf Anfrage möglich. Für spezielle Terminanfragen für Gruppen oder Führungsanfragen eine Mail an kontakt@geopark-sachsen.de schreiben.

Wir bedanken uns bei allen Besuchern und freuen uns darauf, euch im April 2026 wieder in unseren GEO-Infopunkten begrüßen zu dürfen!

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