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Geotope im GEOPARK

Geotope sind geologische Sehenswürdigkeiten, die von regionaler und nationaler geowissenschaftlicher Bedeutung, Seltenheit oder Schönheit sind. Als Zeugnisse der Erdgeschichte sind sie repräsentativ für eine Landschaft und deren geologische Entstehung.

 

Einerseits sind Geotope für die geowissenschaftliche Forschung und Lehre unschätzbare Informationsspeicher, andererseits hat die Ästhetik geologischer Objekte seit jeher das Interesse der Menschen - man denke z.B. an die Maler und Dichter der Romantik - auf sich gezogen. Heute dienen sie auch als außerschulische Lernorte. 

Nationales Geotop "Porphyrfächer" 

 

Kommune: Stadt Wilsdruff, OT Mohorn-Grund
Lage: nahe Sportplatz am Schmieders Graben
Gestein: Rhyolith (Vulkanit)
Stratigrafie/Alter: Permo-Karbon (ca. 300 Mio. Jahre)

Der Aufschluss liegt an der flachen Westabdachung des Landberges. Es handelt sich um einen längst auflässigen kleinen Steinbruch im sog. „quarzarmen Porphyr", einem in dieser Region weit verbreiteten rhyolithischen Gestein, dessen Klüftung eine Fächerform zeigt. Seit 2019 ist der Porphyrfächer als "Nationales Geotop" deklariert.

Basaltbruch Ascherhübel

 

Kommune: Stadt Tharandt, OT Grillenburg
Lage: ca. 1 km südlich von Spechtshausen
Gestein: Olivin-Augit-Nephelinit (Vulkanit)
Stratigrafie/Alter: Oligozän-Miozän (ca. 10 Mio. Jahre)

Der Ascherhübel war bis 1913 als Steinbruch aktiv. Das Gestein, nach der heutigen Nomenklatur ein Olivin-Augit-Nephelinit ("Basalt"), ist säulenförmig ausgeprägt. An der Südwestseite sind gekrümmten Säulen zu sehen, die auf die unmittelbare Nähe des Schlotes hinweisen. Unter Wasseraufnahme zerfällt der Basalt zu Gruß, er war daher nur eingeschränkt als Baustoff verwendbar. 

Kugelpechstein von Spechtshausen

 

Kommune: Stadt Tharandt OT Grillenburg
Lage: Schneise 7 südlich von Spechtshausen
Gestein: Rhyolith in pechsteinartiger Ausbildung (Vulkanit)
Stratigrafie/Alter: Permo-Karbon (ca. 300 Mio. Jahre)

Bereits 1769 erstmalig beschrieben stellt der Kugelpechstein die basisnahe glasige Fazies des quarzarmen Rhyolithes dar und ist ein Phänotrachytglas mit rhyodacitischer Zusammensetzung. Das schwarze, mit Obsidian vergleichbare Gestein enthält große Einsprenglinge, die dem Gestein ein rotbraunfleckiges Aussehen verleihen.

Warnsdorfer Quelle

 

Kommune: Stadt Tharandt
Lage: Kreuzung Warnsdorfer Weg und C-Flügel
Gestein: -
Stratigrafie/Alter: Holozän (10.000 Jahre)

Die Warnsdorfer Quelle gibt als stärkste Trinkwasserquelle im Tharandter Wald in der Sekunde bis zu vier Liter Wasser ab. 1906 wurde die Quelle in einem Brunnenhaus gefasst und versorgte bis 1991 Teile der Bewohner von Kurort Hartha und Tharandt mit Wasser. Heute liefert sie das Brauchwasser für den ForstPark Tharandt.

Sandsteinbruch am Flügel Jägerhorn

 

Kommune: Stadt Tharandt, OT Grillenburg
Lage: nahe Grillenburg am Flügel Jägerhorn
Gestein: Mittel- und Feinsandsteine mit Schluffsteinen und Konglomeraten (Sedimentit)
Stratigrafie/Alter: Kreide (ca. 96 Mio. Jahre)

Der Sandsteinbruch wurde 1923 aufgelassen. Historisch ist er von Bedeutung, da nachweislich die „Goldene Pforte“ im Mariendom zu Freiberg , die berühmten Stifterfiguren Uta und Ekkehard II im Naumburger Dom und Sandsteinsäulen im Nossener Schloss daraus gefertigt wurden. Heute ist das Geotop gleichzeitig ein Biotop mit schützenswerter Flora und Fauna.

Lips Tullian Felsen

 

Kommune: Stadt Tharandt, OT Grillenburg
Lage: Aussichtspunkt über das Tal des Colmnitzbaches
Gestein: Rhyolith (Vulkanit)
Stratigrafie/Alter: Permo-Karbon (ca. 300 Mio. Jahre)

Der Lips Tullianfelsen stellt eine herausgewitterte Felsklippe des Quarzarmen Rhyoliths dar. Er ist ein bekannter Aussichtsfelsen, der einen Einblick in das bis 75 m tiefe Kerbsohlental des Colmnitzbaches im Tännichtgrund eröffnet. Seinen Namen verdankt er einem Räuberhauptmann, der im 17. Jahrhundert hier sein Unwesen trieb. Ganz in der Nähe liegt der geografische Mittelpunkt Sachsens.

Burgfelsen Tharandt

 

Kommune: Stadt Tharandt
Lage: Felsen unterhalb der Burgruine und Bergkirche
Gestein: Paragneis (Metamorphit)
Stratigrafie/Alter: Neoporterozoikum (ca. 570 Mio. Jahre)

Der Tharandter Burgfelsen ist ein weithin sichtbarer, steiler Gneissporn über der Stadt. An ihm mündet der Schloitzbach in die Wilde Weißeritz. Durch die fortschreitende Erosion und Eintiefung der Wilden Weißeritz wurde der Felsen hervorragend herauspräpariert. An der Pienner Straße am Abzweig Akademieweg hinauf zur Kirche befindet sich ein Aufschluss, an dem sich der Gneis gut erreichen lässt.

Einsiedlerstein

 

Kommune: Stadt Freital
Lage: direkt an der Tharandter Straße in Freital-Hainsberg
Gestein: Konglomerate (Sedimentit)
Stratigrafie/Alter: Unterperm (ca. 285-283 Mio. Jahre)

Der Steilabsturz des Backofenfelsens ist der größte Übertageaufschluss des Rotliegend-Beckens um Freital. Es sind zugleich die geologisch jüngsten Schichten des Sedimentationsraumes der Hainsberg-Quohrener Nebenmulde. Vom Aussichtspunkt oberhalb des Felsens am Förster-Claus-Weg hat man einen einzigartigen Blick in das Tal der Vereinigten Weißeritz.

Backofenfelsen

 

Kommune: Stadt Freital
Lage: direkt an der Tharandter Straße in Freital-Hainsberg
Gestein: Konglomerate (Sedimentit)
Stratigrafie/Alter: Unterperm (ca. 285-283 Mio. Jahre)

Der Steilabsturz des Backofenfelsens ist der größte Übertageaufschluss des Rotliegend-Beckens um Freital. Es sind zugleich die geologisch jüngsten Schichten des Sedimentationsraumes der Hainsberg-Quohrener Nebenmulde. Vom Aussichtspunkt oberhalb des Felsens am Förster-Claus-Weg hat man einen einzigartigen Blick in das Tal der Vereinigten Weißeritz.

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