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Geotope im GEOPARK

Geotope sind geologische Sehenswürdigkeiten, die von regionaler und nationaler geowissenschaftlicher Bedeutung, Seltenheit oder Schönheit sind. Als Zeugnisse der Erdgeschichte sind sie repräsentativ für eine Landschaft und deren geologische Entstehung.

 

Einerseits sind Geotope für die geowissenschaftliche Forschung und Lehre unschätzbare Informationsspeicher, andererseits hat die Ästhetik geologischer Objekte seit jeher das Interesse der Menschen - man denke z.B. an die Maler und Dichter der Romantik - auf sich gezogen. Heute dienen sie auch als außerschulische Lernorte. 

Tharandter Burgfelsen (Grundgebirgsstockwerk)

Gemeinde:           Tharandt
Lage:                        Felsen direkt unterhalb der Tharandter Kirche,
                                    Kreuzung Akademieweg – Pienner Straße
Gestein:                 Gneis
Stratigraphie:     Präkambrium/Kambrium


Der Tharandter Kirchfelsen bildet einen weithin sichtbaren, steilen Gneissporn über der Stadt. An ihm mündet der von Norden kommende Schloitzbach in die Wilde Weißeritz. Durch die fortschreitende Erosion und Eintiefung der Wilden Weißeritz wurde der Felsen hervorragend herauspräpariert. Hier steht grobkörniger Augengneis an. Große Feldspäte bilden die „Augen“, die durch Glimmerlagen (Biotit) umflossen werden. Das Gestein ist sehr kompakt ausgebildet und durch größere Klüfte getrennt. Charakteristisch ausgeprägt ist hier das typisch schiefrige Gefüge.


Kugelpechstein von Spechtshausen (Übergangsstockwerk)
Gemeinde:          Tharandt
Lage:                       ca. 250 m südl. Spechtshausen, 100 m westl.
                                   Kreuzung Mühlweg/ Schneise 7
Gestein:                Kugelpechstein (Rhyodacitglas)
Stratigraphie:    Perm/Karbon


Unweit des Ascherhübels, südlich von Spechtshausen findet man eine geologische Besonderheit. Seit 1939 ist dieser Punkt als geologisches Naturdenkmal ausgewiesen. Die Rede ist von dem weit bekannten „Kugelpechstein von Spechtshausen“. Es handelt sich dabei um die glasige Ausbildung des quarzarmen Porphyrs, die hier den großflächig verbreiteten Porphyr stockförmig durchbrochen hat. Im Umkreis von ca. 200 m sind verstreut im Wald größere, freiliegende Blöcke und zahlreiche kleinere Lesesteine zu finden. Es liegen unmittelbar auf dem Wanderweg viele Lesesteine des schwarzen, rotgefleckten Gesteins. Die schwarze, pechartige Grundmasse des Kugelpechsteins enthält makroskopische Feldspateinsprenglinge und zahlreiche rotbraune bis cm-große Kugeln einer Gesteinsmasse. Die glasige Matrix deutet auf eine sehr schnelle Erstarrung der heißen Lava hin.


Steinbruch am Forsthaus Niederschöna (Deckgebirgsstockwerk)
Gemeinde:          Halsbrücke - OT Niederschöna
Lage:                       am Forsthaus Niederschöna
Gestein:                Sandstein
Stratigraphie:    Kreide (Oberkreide)


Zwischen Freiberg und Dresden stehen Land- und Meeresablagerungen an, welche den Beginn der Sächsischen Kreide markieren. Bei Niederschöna ist die vollständige Sedimentfolge der Niederschöna Formation aufgeschlossen, die vor der Überflutung des Kreidemeeres aus Südosten die Umgebung von Südwesten her beeinflusste. Der sog. Locus Typicus liegt in der Nähe des alten Forsthauses. Hier wurde die Formation erstmalig wissenschaftlich beschrieben. Im Steinbruch sind Ablagerungen aus Flüssen und Seen sowie von Wind abgelagertes Material als kompaktierte Sandsteine der Niederschönaer Schichten zu erkennen. Im Hangenden, also oben auf schließen sich die Meeresablagerungen der Oberhäslicher Schichten an. Die Grenze zwischen beiden bildet eine markante Schicht aus abgerundeten Geröllen – das sog. Transgressionskonglomerat. In diesen feinkörnigen Sandsteinbänken lassen sich vielfältige Meeresfossilien finden.

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