Sandsteinbruch "Karrasch"

Foto: GEOPARK

Der auflässige Sandsteinbruch befindet sich auf Bannewitzer Flur am südöstlichen Hang des Horkenbergs neben der Mittelschule Bannewitz. Vom Vorplatz der Schule führt in westlicher Richtung ein Weg hinein. Am Westende des langgestreckten Bruchs gibt es einen zweiten Zugang über einen Fußpfad, der am Ende der Straße Neues Leben beginnt. Das Steinbruchgelände ist eine etwa 200 Meter lange und 40 Meter breite mit Bäumen und Büschen bewachsene Einsenkung im Gelände. Im Westen und Nordwesten wird das
Areal von Sandsteinfelsen begrenzt.

Der Sandsteinbruch am Horkenberg stellt einen geowissenschaftlich regional bedeutenden Aufschluss dar. Insbesondere die Westwand des Bruches zeigt die Kreideschichtenfolge noch sehr eindrucksvoll. Im unteren Teil ist der Unterquader aufgeschlossen, ein massiger, fein- bis mittelkörniger Sandstein von etwa drei bis fünf Metern Höhe. Darüber folgen im Hangenden, nach einem Geländeabsatz, die Pennricher Schichten. Diese sind plattig und brüchig.

Des Weiteren hat der ehemalige Sandsteinbruch eine außerordentlich große heimatgeschichtliche Bedeutung. Im Gebiet der jetzigen Gemeinde Bannewitz gab es einst mindestens zehn derartige Brüche, von denen der "Karrasch" der letzte zugängliche ist. Die Steinbrüche haben die Siedlungsgeschichte der umliegenden Ortsteile, ihre Bebauung und Wegverläufe stark beeinflusst. Die gebrochenen Steine wurden für Bauarbeiten aller Art verwendet, insbesondere für Keller und Fundamente, aber auch für Hauswände und Umfassungsmauern, als Zaunpfähle, zur Wegbefestigung, als Grenzsteine usw. Zur Betriebsdauer des Steinbruchs ist wenig bekannt. Während er in der Öderschen Karte von etwa 1600 nicht eingetragen ist, hat er im Meilenblatt von 1793 bereits beträchtliche Ausmaße. Die Darstellung im Messtischblatt von 1912 lässt schließen, dass in diesem Jahr der Bruch noch in Betrieb war.

Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus 360 Dresden (Hbf. - TU - Südhöhe) - Bannewitz - Dippoldiswalde - Kurort Kipsdorf - Kurort Altenberg - Zinnwald, Haltestelle "Bannewitz Windbergstraße"

Anreise mit dem PKW: A17 Ausfahrt 3 Dresden-Südvorstadt, B 170 bis Bannewitz, Windbergstraßes, Neues Leben

Kommune Bannewitz
Lage Etwa 200 Meter westlich der Oberschule "Am Marienschacht" in Bannewitz
Koordinaten 50.991637°N
13.705522°E
Gestein Sandstein (Sedimentit)
Alter Kreide (ca. 96 Mio. Jahre)

Rhyolith wird feierlich getauft – feiern Sie mit!
27. Juli 2026

Ein besonderes Gestein steht im Mittelpunkt: Am 20. September 2026 wird der Rhyolith als Gestein des Jahres 2026 im Nationalen Geotop „Porphyrfächer“ in Mohorn-Grund feierlich getauft.

Veranstaltungsdaten

📅 Sonntag, 20. September 2026
🕙 Beginn: 10:00 Uhr
📍 Nationales Geotop „Porphyrfächer“, Mohorn-Grund (Wilsdruff)

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Offene Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Bergbaufolgelandschaften e.V.
24. Juli 2026

Die Arbeitsgemeinschaft Bergbaufolgelandschaften e.V. lädt vom 25. bis 27. September 2026 herzlich zur 37. Fachtagung in Ilmenau ein. Das Rahmenthema lautet: Bergbau im mittleren Thüringer Wald.
Bitte senden Sie Ihre Anmeldung zur Fachtagung bis zum 30.08.2026 an: info_bbfl@freenet.de

Weitere Informationen und Tagungsprogramm
GEOPARK Sommerferienangebot auf Schloss Burgk
16. Juli 2026

Diese Woche Mittwoch startet unser Ferienangebot gemeinsam mit dem Schloss Burgk in Freital! Unter dem Motto „Kunst unter unseren Füßen“ werden wir gemeinsam kreativ: Wir wollen den Boden unter uns entdecken, erforschen und sogar mit ihm malen! 🖌️🌍

Wann genau?

Mittwoch, 15.07. um 13:00 Uhr

Mittwoch, 29.07. um 13:00 Uhr

Willkommen sind alle neugierigen Kinder ab 6 Jahren. Wichtig: Bitte meldet euch direkt über das Schloss Burgk Freital an! 📞 Kontakt: 0351 6491562

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