Schon Kleist, Schiller und Goethe rühmten die Schönheit des Tharandter Waldes. Es ist besonders die geologische Eigenart und Vielfalt der hier auftretenden Gesteine und der Artenreichtum des Waldes, die den landschaftlichen Reiz dieses Erholungsgebietes ausmachen.
Die hohe geowissenschaftliche Bedeutung dieser Landschaft wurde bereits im 19. Jahrhundert von Bernhard von Cotta erkannt. Der Sohn des Forstwissenschaftlers Heinrich von Cottas war ein bedeutender Geologe, Bergbau-Wissenschaftler und Gründungsmitglied der Deutschen Geologischen Gesellschaft.
Von der Vielfalt der Gesteine ist der Sprung nicht weit zu den vielen verschiedenen Böden im Tharandter Wald. Boden bildet das Bindeglied vom Stein zum Leben auf unserer Erde. Schon in der Antike wurde der Boden als landwirtschaftliche Lebensgrundlage erkannt und nach seiner Fruchtbarkeit beurteilt.
Doch erst im 19. Jahrhundert erkannte Heinrich August Vater die große Bedeutung des Bodens für die Waldbewirtschaftung. Daher führte er als Professor für Mineralogie und Geologie die forstliche Bodenkunde und Standortslehre in Tharandt ein.