Seit 2004 wird jährlich am Weltbodentag, dem 05. Dezember, der Boden des nächsten Jahres verkündet. So soll die Bedeutung von Boden für den Menschen und dessen Schutzwürdigkeit aufgezeigt werden.
Dabei werden nicht nur bestimmte Bodentypen vorgestellt, sondern auch Böden mit einer besonderen Nutzungsart oder einer speziellen Bodenfunktion. Für 2026 ist dies der Archivboden.
… ist der Archivboden. Das klingt erstmal trocken, doch geht es dabei um Böden, die die lebendige Geschichte der Welt und der Menschen erzählen.
Überflutungen, Vulkanausbrüche und beliebte Handelsrouten sind nur drei Beispiele, von denen der Boden uns berichten kann. Wer weiß, wonach er schauen muss, lüftet mithilfe unserer Böden Jahrtausende und mehr der Weltgeschichte.
Weitere Beispiele aus Kultur- und Naturgeschichte sowie bald auch Informationen über Nutzung, Gefährdung und Schutz von Archivböden finden Sie auf der Webseite zum Boden des Jahres: https://boden-des-jahres.de/archivboden/.
…kommt aus dem Tharandter Wald! Vor zwei Jahren wurde die Nutzungsart Waldboden zum Boden des Jahres erklärt. Stellvertretend für die große Vielfalt an Waldböden wurde von der Jury ein Boden aus dem Tharandter Wald ausgewählt. Sein Aufbau und seine Bedeutung wurden in der damaligen Festveranstaltung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin vorgestellt.
Waldböden tragen unsere Wälder und werden kaum noch bearbeitet, nicht gedüngt oder bewässert. Sie haben eine Streuauflage aus vorwiegend Laub und Nadeln, Resten aus der Strauchschicht und zum Teil aus vermoderndem Holz. Die Zusammensetzung der Streuschicht bestimmt, wie schnell oder langsam Bodentiere diese umsetzen können. Dabei entsteht Humus, welcher zum Boden gehört und ihn beeinflusst.
Einen Flyer zum Boden des Jahres 2024 finden Sie hier: https://boden-des-jahres.de/wp-content/uploads/2023/11/Flyer_BdJ_2024.pdf