Die Erdgeschichte
Sachsens

An der Nordspitze des Erzgebirges gelegen, bilden die Gneise der Freiberger Kuppel die Unterlage des nur 10 km im Querschnitt messenden Tharandter Waldes. In seiner geologischen Entwicklung spiegelt sich die gesamte Erdgeschichte Sachsens. Der klassische Stockwerksbau, komplett mit Grund-, Übergangs- und Deckgebirge, kann hier stellvertretend und auf kurzem Wege studiert werden. Neben den Erzgebirgsgneisen bilden Gesteine des Nossen-Wilsdruffer Schiefergebirges (Ordovizium bis Devon) das Grundgebirge. Während der Zeit des Rotliegenden kam es im Bereich der Elbezone zu Blattverschiebungen unter Dehnungsregime. Das führte zur Bildung des Döhlener Beckens und dessen Füllung mit dem Abtragungsschutt des variszischen Gebirges.

Die auffällige fast kreisrunde Form des Tharandter Waldes zwischen Freiberg und Freital verdankt seine Gestalt einer magmatischen Eruption mit nachfolgendem Calderaeinbruch im Permokarbon. Es kam zur Bildung saurer Ergussgesteine (Rhyolithe), die nach klassischer Lesart in den älteren quarzarmen Porphyr (zwei Drittel der flächenmäßigen Verbreitung) und den jüngeren Quarzporphyr unterschieden werden.

Nach einer Pause von 220 Millionen Jahren wartete die Erdgeschichte erneut mit einer Besonderheit auf, die Dank einer gnädigen Erosion im Bereich des Tharandter Waldes erhalten blieb. Auf der Rhyolithplatte sind Reste von kreidezeitlichen Gesteinen erhalten, die Teil der Sedimentation im Sächsischen Kreidebecken sind. Bevor das Meer des Cenomans über die Flanken des Erzgebirges spülte, entwässerte hier ein aus Böhmen kommender Fluss in Richtung des heutigen Elbtales. Großräumige Krustenbewegungen im Känozoikum manifestierten sich im Ohřegraben in einem intensiven Vulkanismus. Zu den am weitesten versprengten vulkanischen Bildungen dieser Zeit zählen die basaltoiden Gesteine von Ascherhübel, Landberg und Buchhübel im Tharandter Wald. Man geht heute davon aus, dass alle drei zu einer einheitlichen Ergussdecke mit Eruptionszentrum im Ascherhübel gehören. Mit einem Alter von etwa 10 Millionen Jahren sind die Basalte, die eigentlich Olivin-Augit-Nephelinite sind, sehr jung.

Stellenausschreibung Projekt „Weißeritztalweg-Bahn-Rad-Wandern“
29. September 2026

Die Lokale Aktionsgruppe „Silbernes Erzgebirge“ startet am 01. Januar 2027 ein Projekt „Weißeritztalweg-Bahn-Rad-Wandern“ in Zusammenarbeit mit den Städten Freital, Rabenau, Dippoldiswalde und Altenberg. Im Rahmen dieses Projektes wird eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter für das Projektmanagement „Weißeritztalweg-Bahn-Rad-Wandern“ für 25 Monate bis zum 31. Januar 2029 für 30 Wochenstunden gesucht.

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Stellenausschreibung Jugendfreizeithof Grillenburg
28. September 2026

Der Jugendfreizeithof Grillenburg sucht eine engagierte Mitarbeiterin oder Mitarbeiter im Umweltbildungsbereich als Elternzeitvertretung in Teilzeit.

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Ein Fest für das Gestein des Jahres: Rückblick auf die Gesteinstaufe am Porphyrfächer
22. September 2026

Nach über einem halben Jahr der Vorbereitungen war es am vergangenen Sonntag, den 20. September endlich so weit: Passend zum Tag des Geotops tauften wir den Rhyolith am Nationalen Geotop „Porphyrfächer“ in Mohorn-Grund offiziell zum Gestein des Jahres 2026. Etwa 300 Besucher kamen zusammen, um gemeinsam mit uns, dem Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG), dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) sowie zahlreichen Gästen aus Politik, Wissenschaft und der Region die offizielle Gesteinstaufe zu feiern.

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