Die Erdgeschichte
Sachsens

An der Nordspitze des Erzgebirges gelegen, bilden die Gneise der Freiberger Kuppel die Unterlage des nur 10 km im Querschnitt messenden Tharandter Waldes. In seiner geologischen Entwicklung spiegelt sich die gesamte Erdgeschichte Sachsens. Der klassische Stockwerksbau, komplett mit Grund-, Übergangs- und Deckgebirge, kann hier stellvertretend und auf kurzem Wege studiert werden. Neben den Erzgebirgsgneisen bilden Gesteine des Nossen-Wilsdruffer Schiefergebirges (Ordovizium bis Devon) das Grundgebirge. Während der Zeit des Rotliegenden kam es im Bereich der Elbezone zu Blattverschiebungen unter Dehnungsregime. Das führte zur Bildung des Döhlener Beckens und dessen Füllung mit dem Abtragungsschutt des variszischen Gebirges.

Die auffällige fast kreisrunde Form des Tharandter Waldes zwischen Freiberg und Freital verdankt seine Gestalt einer magmatischen Eruption mit nachfolgendem Calderaeinbruch im Permokarbon. Es kam zur Bildung saurer Ergussgesteine (Rhyolithe), die nach klassischer Lesart in den älteren quarzarmen Porphyr (zwei Drittel der flächenmäßigen Verbreitung) und den jüngeren Quarzporphyr unterschieden werden.

Nach einer Pause von 220 Millionen Jahren wartete die Erdgeschichte erneut mit einer Besonderheit auf, die Dank einer gnädigen Erosion im Bereich des Tharandter Waldes erhalten blieb. Auf der Rhyolithplatte sind Reste von kreidezeitlichen Gesteinen erhalten, die Teil der Sedimentation im Sächsischen Kreidebecken sind. Bevor das Meer des Cenomans über die Flanken des Erzgebirges spülte, entwässerte hier ein aus Böhmen kommender Fluss in Richtung des heutigen Elbtales. Großräumige Krustenbewegungen im Känozoikum manifestierten sich im Ohřegraben in einem intensiven Vulkanismus. Zu den am weitesten versprengten vulkanischen Bildungen dieser Zeit zählen die basaltoiden Gesteine von Ascherhübel, Landberg und Buchhübel im Tharandter Wald. Man geht heute davon aus, dass alle drei zu einer einheitlichen Ergussdecke mit Eruptionszentrum im Ascherhübel gehören. Mit einem Alter von etwa 10 Millionen Jahren sind die Basalte, die eigentlich Olivin-Augit-Nephelinite sind, sehr jung.

Ein Fest für das Gestein des Jahres: Feierliche Taufe am Porphyrfächer!
30. März 2026

Ein Fest für das Gestein des Jahres: Feierliche Taufe am Porphyrfächer!

Erleben Sie Geologie hautnah! Seit 2007 rückt die Initiative des BDG (Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler) jährlich ein besonderes Gestein in das Rampenlicht. Dabei geht es um mehr als nur Steine: Wir feiern die faszinierende Entstehungsgeschichte, die wirtschaftliche Bedeutung und die Rolle des Gesteins in unserer Natur.

In diesem Jahr laden wir Sie herzlich zur offiziellen Taufe des Rhyolith in einer ganz besonderen Kulisse ein.

Eckdaten zur Veranstaltung

  • Wann: Sonntag, 20. September 2026

  • Beginn: 10:00 Uhr

  • Wo: Nationales Geotop „Porphyrfächer“, Mohorn-Grund (Wilsdruff)


Was Sie erwartet

Neben dem offiziellen Festakt verwandeln wir das Geotop in einen lebendigen Ort der Begegnung:

  • Bunter Markt: Entdecken Sie regionales Handwerk und spannende Aussteller.

  • Familienspaß: Ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Mitmach-Angeboten speziell für Kinder.

  • Kulinarik: Für das leibliche Wohl ist mit verschiedenen Speisen und Getränken bestens gesorgt.

Dieses Event wird ermöglicht durch die Zusammenarbeit von:

  • GEOPARK Sachsens Mitte e. V.

  • Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

  • Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB)

  • Stadt Wilsdruff

Neugierig geworden? Alle Hintergründe zur Initiative und dem aktuellen Gestein finden Sie unter www.gestein-des-jahres.de.

Wir freuen uns darauf, diesen besonderen Tag gemeinsam mit Ihnen in Mohorn-Grund zu feiern!

Ich habe Lust mitzumachen!
Frisch gedruckt: Die neue GEOPARK-Wanderkarte ist da!
21. Januar 2026

Ab sofort gibt es keine Ausreden mehr, die Orientierung zu verlieren: In Zusammenarbeit mit Sachsen Kartographie haben wir unsere brandneue Wanderkarte für den Geopark Sachsens Mitte veröffentlicht.

Egal ob tiefe Täler oder weite Ausblicke – ab jetzt müsst ihr euch nicht mehr auf euren Handy-Akku verlassen. Unsere Karte führt euch sicher zu den spannendsten geologischen Highlights und den schönsten Ecken unserer Region. Analog, robust und immer griffbereit!

Details & Bestellung

  • Preis: 6,50 € (zzgl. Versandkosten)

  • Bestellung per E-Mail: kontakt@geopark-sachsen.de

  • Bestellung per Telefon: +49 35055 6968-20

Konzert zu Mariä Lichtmess
07. Januar 2026

Konzert zu Mariä Lichtmess

Termin Sa, 31.01.2026 16:30-18:00

Der Bergbau- und Hüttenverein Freital wird mit dem bergmännischen Musikverein Jöhstadt-Grumbach in der Döhlener Lutherkirche erstmalig in Freital ein Konzert mit weihnachtlicher und bergmännischer Musik zum Ende der Weihnachtszeit organisieren. Durch die Veranstaltung wird Matthias Koch (Pfarrer i.R.) führen.

Anmeldung ist erforderlich über info@bergbauverein-freital.de oder 01575 / 6818298.

Preis 5 EUR/ p.P. im Vorverkauf, 7 p. P. EUR an der Abendkasse .

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