Parlamentarischer Abend bringt Geoparks mit Landtagsabgeordneten ins Gespräch

17. September 2026

Vier Geoparks, knapp 20 Abgeordnete und viele Gespräche über die Zukunft: Beim Parlamentarischen Abend im Sächsischen Landtag stellte sich gestern gemeinsam mit den drei weiteren sächsischen Geoparks auch der Nationale Geopark Sachsens Mitte vor. Im Mittelpunkt der anschließenden offenen Diskussion stand abaer dann auch die Frage, wie die Geoparks ihre Arbeit fortsetzen können, wenn die derzeitige EU-Förderung ausläuft.

Der von Dorfhain unter Ägide von Eva Pretzsch aus geleitete Geopark macht die Erdgeschichte des Tharandter Waldes, des Döhlener Beckens und die Bergbau- und Rohstoffgeschichte Mittelsachsens erlebbar. Er entwickelt Bildungsangebote, erschließt geologische Besonderheiten für Besucherinnen und Besucher und bringt Partner aus den Kommunen, dem Tourismus und der Region zusammen.

Für Sachsens Mitte brachten sich die Landtagsabgeordnete Sandra Gockel, Rabenaus Bürgermeister und Geopark-Vorstandsmitglied Thomas Paul sowie Projektleiterin Eva Pretzsch intensiv in die Gespräche ein. Sie warben für die Arbeit des Geoparks und machten deutlich, wie viel kontinuierliche Betreuung hinter seinen Angeboten steckt: Geotope müssen gepflegt, Führungen und Bildungsprojekte organisiert und regionale Kooperationen weiterentwickelt werden.

Die Finanzierung dieser Aufgaben stützt sich bislang wesentlich auf zeitlich begrenzte Förderprogramme sowie Mittel des Landes und der Kommunen. Thomas Pöge, Vorsitzender des Zusammenschlusses der sächsischen Geoparks, Bürgermeister von Thallwitz und Vorstandsmitglied des Geoparks Porphyrland, appellierte deshalb nachhaltig und unmissverständlich an die Abgeordneten, eine Förderung der Geoparks in die kommenden Haushaltsberatungen aufzunehmen. Thüringen zeige bereits, dass das Land die Entwicklung von Geoparks unterstützen könne.

Der Parlamentarische Abend war für die anwesenden Vertreter der Geoparks eine Premieren und bildete den Auftakt für einen engeren Austausch mit der Landespolitik. Zugleich wollen die vier sächsischen Geoparks ihre Zusammenarbeit ausbauen und ihre gemeinsamen Interessen künftig in einem Dachverband bündeln. Für Sachsens Mitte eröffnet das die Chance, seine Erfahrungen einzubringen und die Angebote für Schulen, Einheimische und Gäste weiterzuentwickeln.

Dass sich ein Besuch lohnt, zeigt sich schon am kommenden Sonntag: Am 20. September wird am Porphyrfächer in Mohorn-Grund der Rhyolith als „Gestein des Jahres 2026“ feierlich getauft.

Bei Presserückfragen: Stephan Trutschler (meeco Communication Services), Telefon 0177 3160515

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Ein Fest für das Gestein des Jahres: Rückblick auf die Gesteinstaufe am Porphyrfächer
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Nach über einem halben Jahr der Vorbereitungen war es am vergangenen Sonntag, den 20. September endlich so weit: Passend zum Tag des Geotops tauften wir den Rhyolith am Nationalen Geotop „Porphyrfächer“ in Mohorn-Grund offiziell zum Gestein des Jahres 2026. Etwa 300 Besucher kamen zusammen, um gemeinsam mit uns, dem Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG), dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) sowie zahlreichen Gästen aus Politik, Wissenschaft und der Region die offizielle Gesteinstaufe zu feiern.

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