Das Netzwerk der sächsischen Geoparks

Nicht nur bei uns sind besondere geologische Zeugnisse aus der erdgeschichtlichen Vergangenheit sichtbar, auch in den drei anderen sächsischen Geoparks wartet Spektakuläres und Einzigartiges, was es zu bestaunen und zu entdecken gilt. Durch die Verknüpfung von Schutz, Pflege sowie Inwertsetzung des geologischen Erbes für Tourismus und Umweltbildung tragen die Geoparks zur ganzheitlichen und nachhaltigen Entwicklung ihrer jeweiligen Region bei.

Die vier sächsischen Geoparks fokussieren längst nicht nur besondere erdgeschichtliche Phänomene oder landschaftliche Gebilde als Bestandteil des geologischen Welterbes. Sie thematisieren das vielfältige Wirkungsgeflecht zwischen Geofaktoren und Landschaftskomponenten sowie die Verbindung von Erdgeschichte, Rohstoffausstattung, Naturraum, Kulturgeschichte und Industriekultur.

Begeben Sie sich auf die Spur der Steine in geologisch reizvolle Regionen!

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Geopark Muskauer Faltenbogen

Das Moränen-Amphitheater im Herzen Europas

Die beeindruckende Kultur und Altbergbaulandschaft verbindet Deutschland und Polen. Was die Eiszeit als gigantischen hufeisenförmigen Gletscherabdruck hinterlassen hat, haben namhafte Gartengestalter wie Fürst Pückler überformt. Geotouristische Pfade und Themenradwege folgen der beständig vom Wandel geprägten Region entlang buntfarbiger Gewässer, versunkener Wälder und beeindruckenden Stätten der Glas- und keramischen Industrie. Schattige Bachtäler, Flussauen und mannigfaltige Wald- und Moorlandschaften beherbergen eine ungeahnte Artenvielfalt.

  • Besucherzentrum Alte Ziegelei Klein Kölzig
  • Bildungszentrum Łęknica
  • Alte Grube Babina
  • Waldeisenbahn Muskau
  • Lausitzer Findlingspark Nochten
  • Glasmuseum Weißwasser/O.L.

Zertifizierungen: 2006 Nationaler GeoPark, 2011 UNESCO Global Geopark
Fläche: 578,8 km², davon 228,5 km² in Sachsen
Landkreise: Görlitz, Spree-Neiße und Powiat Żary,
Neun Kommunen in Sachsen (gesamt 21)

Geopark Porphyrland

Steinreich in Sachsen

Zwei Supervulkanereignisse vor 290 Millionen Jahren hinterließen im heutigen Geopark Porphyrland eine über 600 Meter mächtige Schicht verschiedener Porphyrgesteine. Diesen Schatz machen sich die Menschen der Region seit Jahrhunderten zunutze. Stolze Burgen und Schlösser thronen auf Felswänden und der weltweit einzigartige Rochlitzer Porphyrtuff mit seiner roten Farbe schmückt Klöster, Kirchen und ganze Städte. Erd-, Kultur- und Industriegeschichte liegen im Porphyrland eng beieinander. Höhenzüge eröffnen Ausblicke auf das Tal der Mulde, reizvolle Altsteinbrüche und das Sächsische Obstland. Ein faszinierendes Landschafts- und Kulturerlebnis!

  • Nationale Geotope: Gleisbergbruch, Kirchbruch Beucha, Wind- und Gletscherschliffe Hohburger Berge
  • Geoportal Porphyrhaus auf dem Rochlitzer Berg
  • Besucherzentren Erlebniswelt Kaolin, Museum Steinarbeiterhaus, Erden der Keramik
  • GeoErlebnisWerkstatt Trebsen
  • GeoGenuss-Produkte
  • Thermalquelle und -bad in Bad Lausick

Zertifizierung: seit 2014 Nationaler GeoPark
Fläche: 1.200 km²
Landkreise: Leipzig, Nordsachsen, Mittelsachsen,
14 Kommunen

Geopark Vogtland

Sagenhafte Vielfalt auf kleinstem Raum

Mit beeindruckenden Felslandschaften, wildromantischen Tälern und immergrünen Wäldern umfasst der Geo-Umweltpark Vogtland eine Vielzahl von geotouristischen Zielen auf kleinstem Raum. Zwischen dem Bergener Granitmassiv, Phylliten und Tonschiefern bis zum Eibenstocker Granit bietet er eine eindrucksvolle geologische Vielfalt. Eine Besonderheit des Parks ist der Topasfelsen Schneckenstein und der als Baumaterial weltbekannte Theumaer Fruchtschiefer. Zwischen Himmel und Erde – von der Raumfahrtausstellung bis zum Bergwerksbesuch ist für jeden etwas dabei.

  • Nationales Geotop Topaswelt Schneckenstein
  • Theumaer Fruchtschiefer
  • Bergener Granitmassiv, Phyllite, Tonschiefer, Eibenstocker Granit
  • Natur- und Umweltzentrum Vogtland
  • Rundwanderwege "Felsenwege"
  • Naturlehrpfade und Themenwege

angestrebte Zertifizierung als Nationaler GeoPark im Jahr 2024
Fläche: 308,5 km²
Landkreis: Vogtlandkreis,
12 Kommunen

GEOPARK Sachsens Mitte

Zwischen Caldera und Blumengebirge

Die Tharandter Wald Caldera, der ehemalige Bergbau auf Steinkohle und Uranerze im Döhlener Becken und der hochmittelalterliche Bergbau auf Silber und Zinn im Osterzgebirge gehören zu den wichtigsten erdgeschichtlichen Schätzen Sachsens. Im Geopark Sachsens Mitte lassen sich fußläufig Aufschlüsse aller Erdzeitalter erreichen. Zahlreiche faszinierende Geotope, malerische Talsperren sowie ein gut ausgeschildertes Wander- und Radwegenetz garantieren eine erlebnisreiche Zeit.

  • Nationales Geotop Porphyrfächer
  • Talsperre Klingenberg
  • Besucherbergwerk Aurora Erbstolln
  • MiBERZ - Museum für mittelalterlichen Bergbau im Erzgebirge
  • Forstbotanischer Garten
  • Museum Schloss Burgk

Zertifizierung: 2021 Nationaler GeoPark
Fläche: 713 km²
Landkreise: Mittelsachsen, Sächsische Schweiz - Osterzgebirge,
13 Kommunen

Geoparks in Deutschland
www.geoparks-in-deutschland.de

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Der Waldboden ist Boden des Jahres 2024
30. Januar 2024

Knapp ein Drittel der Fläche Deutschlandsist von Wald bedeckt. Die Böden darunter spielen mit ihren zahlreichen Funktionen und ⁠Ökosystemdienstleistungen⁠ eine wichtige Rolle im Naturhaushalt Deutschlands (Quelle: Umweltbundesamt).

Mehr zum Boden des Jahres finden Sie hier (www.umweltbundesamt.de).

Artikel der Sächsischen Zeitung zum Waldboden

#SteinernerFreitag - Unsere GEOPARK-Gesteine stellen sich vor!
26. Januar 2024

Im Laufe des Jahres möchten wir an ausgewählten Freitagen unsere GEOPARK-Gesteine - von den ältesten bis zu den jüngsten - einmal „von innen“ zeigen! Los ging es an diesem Freitag mit unserem ältesten Gestein, dem Paragneis.
Mehr dazu auf unseren Facebook- und Instagram-Seiten. @geoparksachsensmitte

Spektakulär in seiner Entstehung - Suevit ist das Gestein des Jahres 2024
08. Januar 2024

Vor etwa 14,8 Millionen Jahren ereignete sich im Herzen Bayerns ein kosmischer Einschlag, als ein gewaltiger Asteroid mit einem Durchmesser von etwa 1,5 Kilometer auf die Erde stürzte. Dieser Aufprall führte zu einer dramatischen Schockwelle, die den Untergrund des Nördlinger Ries erschütterte und gewaltige Mengen an Material in die Atmosphäre schleuderte. Heute findet man im Krater das Impaktgestein Suevit – Unser Gestein des Jahres 2024.

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